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Sanitär, Heizung & Klima

Anlagenmechaniker SHK

Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bauen, warten und modernisieren Heizungen, Bäder und Lüftungsanlagen; der Beruf löste die früheren Installateurberufe ab.

788 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Anlagenmechaniker SHK verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.700 € 3.000 € 3.400 € 36.000 €
Mit Berufserfahrung 3.200 € 3.600 € 4.100 € 43.200 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.800 € 4.300 € 5.000 € 51.600 €

Die Tarifbindung ist im Sanitär- und Heizungshandwerk gering, und die regionalen Tarifwerke unterscheiden sich erheblich. Wichtiger als die Berufsjahre sind deshalb Betriebsgröße, Region und Auftragsart: Anlagenbau im Gewerbe zahlt über dem Bäderbau im Wohnungsbestand, und Betriebe mit starkem Kundendienst zahlen Rufbereitschaft und Notdienst gesondert. In der Heizperiode fallen viele Überstunden an, die je nach Betrieb ausgezahlt oder in Freizeit ausgeglichen werden. Die Werte beziehen sich auf das Grundgehalt ohne Zuschläge und Auslöse.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Anlagenmechaniker SHK?

Die amtliche Bezeichnung lautet Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, und sie gilt seit der Verordnung vom Juni 2003, die den Gas- und Wasserinstallateur sowie den Zentralheizungs- und Lüftungsbauer zu einem Beruf zusammenführte. Seit August 2016 gilt eine neu gefasste Verordnung. Wer ein älteres Zeugnis besitzt, findet darin folglich einen anderen Titel, ohne dass sich an der Gleichwertigkeit etwas ändert; das Gewerbe heißt in der Anlage A der Handwerksordnung bis heute Installateur und Heizungsbauer.

Die Arbeit hat drei Schwerpunkte, die sich im Betrieb selten gleichmäßig verteilen. Im Sanitärbereich entstehen Trink- und Abwasserleitungen, Bäder werden geplant, gefliest übernommen und mit Objekten bestückt, Leitungsnetze werden gespült, gedämmt und auf Dichtheit geprüft. Im Heizungsbereich geht es um Wärmeerzeuger und ihr Umfeld: Wärmepumpen mit Pufferspeicher und hydraulischem Abgleich, Gas-Brennwertgeräte, Flächenheizungen, Solarthermie, Regelung und Inbetriebnahme. Der dritte Bereich umfasst Lüftung mit Wärmerückgewinnung und raumlufttechnische Anlagen. Dazu kommt in fast jedem Betrieb der Kundendienst, der von Diagnose lebt und in der Heizperiode über Notdienst läuft. Gearbeitet wird mit Rohren aus Kupfer, Edelstahl, Mehrschichtverbund und Kunststoff, gepresst, gelötet oder geschweißt.

Wie wird man Anlagenmechaniker SHK?

Über eine duale Ausbildung, die nach § 2 der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikanlagenmechanikerausbildungsverordnung dreieinhalb Jahre dauert. Der Beruf ist zugleich nach dem Berufsbildungsgesetz und nach § 25 der Handwerksordnung für das Gewerbe Installateur und Heizungsbauer anerkannt, kann also im Handwerk wie in der Industrie erlernt werden. Geprüft wird in zwei Teilen. Nach der Gesellenzeit stehen der Meister, der staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, der Gebäudeenergieberater und ein Studium der Versorgungstechnik offen. Praktisch wichtig sind zusätzlich der Eintrag als Vertragsinstallationsunternehmen beim Wasser- und Gasversorger sowie Herstellerschulungen für Wärmepumpen und Regelungen.

Was der Beruf verlangt

Das Gewerbe Installateur und Heizungsbauer steht in der Anlage A der Handwerksordnung und ist damit zulassungspflichtig: Wer sich selbständig macht, muss nach § 1 Absatz 1 der Handwerksordnung in der Handwerksrolle eingetragen sein, also den Meisterbrief besitzen oder eine Ausübungsberechtigung nach § 7b der Handwerksordnung nachweisen. Im Angestelltenverhältnis verlangt der Beruf körperliche Belastbarkeit, weil schwer getragen, in Zwangshaltung gearbeitet und im Bestand oft unter beengten Verhältnissen montiert wird. Dazu kommt die Verantwortung für die Trinkwasserhygiene, für Dichtheit und für die fachgerechte Inbetriebnahme, denn Fehler zeigen sich hier erst Monate später und dann teuer.

Aussichten

Kein Gewerk profitiert stärker vom Umbau der Wärmeversorgung. Der Bestand an alten Heizkesseln ist groß, Wärmepumpen brauchen andere Hydraulik und andere Vorlauftemperaturen als das, was in den Häusern steckt, und die Beratung dazu kann niemand besser leisten als der Betrieb, der die Anlage anschließend baut. Gleichzeitig ist der Nachwuchs knapp, was die Verhandlungsposition erfahrener Monteure verbessert. Wer sich auf Wärmepumpen, hydraulischen Abgleich, Trinkwasserhygiene oder Regelungstechnik spezialisiert, hat die Wahl zwischen Kundendienst, Bauleitung und einer Stelle im technischen Außendienst der Hersteller.

Aufgaben

  • Trinkwasser- und Abwasserleitungen verlegen und prüfen
  • Bäder und Sanitärobjekte montieren und anschließen
  • Wärmeerzeuger einbauen, anbinden und in Betrieb nehmen
  • Wärmepumpen einbinden und den hydraulischen Abgleich ausführen
  • Lüftungsanlagen montieren und einregulieren
  • Anlagen warten, entstören und im Notdienst betreuen
  • Kunden beraten und Anlagen übergeben
  • Rohre pressen, löten und schweißen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK oder in einem Vorgängerberuf
  • Kenntnisse in Hydraulik, Regelung und Trinkwasserhygiene
  • Körperliche Belastbarkeit und Schwindelfreiheit
  • Führerschein Klasse B für den Kundendienst
  • Bereitschaft zu Notdienst in der Heizperiode
  • Freundlicher Umgang im bewohnten Haus

Wo man arbeitet

  • Handwerksbetriebe für Sanitär, Heizung und Klima
  • Anlagenbauer im Gewerbe- und Industriebau
  • Technische Abteilungen von Wohnungsunternehmen
  • Kundendienst der Gerätehersteller
  • Krankenhäuser und Liegenschaften mit eigener Haustechnik

Der Weg in den Beruf

Duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren nach § 2 der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikanlagenmechanikerausbildungsverordnung, anerkannt sowohl nach dem Berufsbildungsgesetz als auch nach § 25 der Handwerksordnung für das Gewerbe Installateur und Heizungsbauer. Die Prüfung wird in zwei Teilen abgelegt. Aufbauend folgen der Meister, der staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, der Gebäudeenergieberater sowie ein Studium der Versorgungstechnik. Herstellerschulungen für Wärmepumpen und Regelungstechnik sind im Betrieb üblich.

Offene Stellen als Anlagenmechaniker SHK

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