Zum Inhalt springen

Maler & Lackierer

Maler und Lackierer

Maler und Lackierer beschichten, gestalten und schützen Oberflächen an Bauwerken, von der Wohnungsrenovierung bis zur Fassadendämmung.

79 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Maler und Lackierer verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.700 € 3.000 € 32.400 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.200 € 3.600 € 38.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.300 € 3.900 € 4.800 € 46.800 €

Für das Maler- und Lackiererhandwerk gilt ein allgemeinverbindlicher Mindestlohn, der nach Gesellen und ungelernten Kräften unterscheidet; darüber ist die Tarifbindung im Gewerk niedrig und die Streuung groß. Fassaden- und Industrieanstrich zahlen besser als reine Wohnungsrenovierung, Leistungslohn ist verbreitet. Auslöse und Fahrtzeiten fallen bei auswärtiger Montage an. Kleine Betriebe mit fester Stammkundschaft zahlen häufig unter den Sätzen größerer Objektunternehmen.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Maler und Lackierer?

Er bearbeitet die sichtbare Schicht und den Schutz darunter. Innen bedeutet das Untergrundprüfung, Spachteln, Tapezieren, Streichen, Rollen, Spritzen, Lasuren, dekorative Techniken und Bodenbeschichtungen; außen kommen Fassadenanstriche, Wärmedämmverbundsysteme, Betoninstandsetzung, Holzschutz an Fenstern und Fachwerk sowie Korrosionsschutz an Stahlbauteilen hinzu. Zum Gewerk gehören auch Trockenbauarbeiten in kleinerem Umfang, Schimmelsanierung und die Beseitigung von Wasserschäden. Die Ausbildungsverordnung trennt fünf Fachrichtungen voneinander, darunter Gestaltung und Instandhaltung, Energieeffizienz- und Gestaltungstechnik, Kirchenmalerei und Denkmalpflege sowie Bauten- und Korrosionsschutz, und in der Praxis ist der Alltag eines Betriebs, der Wohnungen renoviert, ein anderer als der eines Betriebs, der Brücken beschichtet. Ein erheblicher Anteil der Arbeit findet in bewohnten Räumen statt, weshalb Sauberkeit, Abdeckung und Umgangsformen zum fachlichen Können gehören.

Wie wird man Maler und Lackierer?

Über eine dreijährige duale Ausbildung mit einer der Fachrichtungen des Berufs. Das Maler- und Lackiererhandwerk steht in der Anlage A der Handwerksordnung und ist zulassungspflichtig; ein eigener Betrieb verlangt den Meisterbrief oder eine Ausübungsberechtigung, die nach § 7b der Handwerksordnung auch über sechs Jahre Gesellentätigkeit mit vier Jahren in leitender Stellung erreichbar ist. Weiterbildungen zielen auf Wärmedämmverbundsysteme, Betoninstandsetzung, Schimmelsanierung, Gebäudeenergieberatung und Denkmalpflege. Der Weg über Vorarbeiter und Baustellenleitung ist der übliche innerbetriebliche Aufstieg, daneben gibt es den Techniker für Farb- und Lacktechnik.

Was der Beruf verlangt

Ausdauer bei monotonen Bewegungen und Umsicht bei Gefahrstoffen. Streichen und Rollen über Kopf belastet die Schulter dauerhaft, und die Anlage 1 der Berufskrankheiten-Verordnung führt die Läsion der Rotatorenmanschette durch langjährige Überschulterarbeit als eigene Nummer. Lösemittel sind das zweite Thema: Polyneuropathie und Enzephalopathie durch organische Lösungsmittel stehen in derselben Anlage, ebenso schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die im Malerhandwerk zu den häufigsten Anerkennungen gehören. Wasserbasierte Systeme haben die Belastung verringert, aber nicht beseitigt, und im Bestand kommt der Umgang mit alten Beschichtungen hinzu, die Asbest, Blei oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten können und deshalb unter die Gefahrstoffverordnung fallen. Fassadenarbeit bedeutet Gerüst, Wetter und eine Saison, die im Winter endet; das Saison-Kurzarbeitergeld nach § 101 SGB III betrifft auch dieses Gewerk, während Innenarbeit den Ausgleich schafft.

Aussichten

Renoviert wird immer, und das macht das Gewerk zu einem der krisenfesteren im Bau. Mieterwechsel, Instandhaltung und Schönheitsreparaturen laufen unabhängig vom Neubau, und die energetische Sanierung hat mit Dämmung und Fassadensystemen ein großes Feld hinzugefügt, das gut bezahlt wird und Fachkenntnis in Bauphysik verlangt. Gleichzeitig ist der Preisdruck im einfachen Renovierungsgeschäft hoch, weil die Einstiegshürde für Hilfskräfte niedrig ist. Wer sich abheben will, geht in Richtung Denkmalpflege, Betoninstandsetzung, Korrosionsschutz oder Energieberatung. Über den Meisterbrief ist die Selbständigkeit mit kleinem Team ein realistischer und im Gewerk häufig gegangener Weg.

Aufgaben

  • Untergründe prüfen, reinigen und vorbereiten
  • Wände und Decken spachteln, tapezieren und beschichten
  • Fassaden streichen und Wärmedämmverbundsysteme ausführen
  • Holz- und Metallbauteile lackieren und schützen
  • Betoninstandsetzung und Korrosionsschutz ausführen
  • Schimmel- und Wasserschäden sanieren
  • Gerüste und Arbeitsbühnen sicher nutzen
  • Farbtöne mischen, Muster anlegen und Kunden beraten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Maler und Lackierer
  • Kenntnisse zu Untergründen, Bindemitteln und Beschichtungssystemen
  • Sorgfalt bei Kanten, Übergängen und Farbtongleichheit
  • Belastbarkeit für Arbeit über Kopf und auf dem Gerüst
  • Sauberes und rücksichtsvolles Arbeiten in bewohnten Räumen
  • Führerschein für den Weg zu wechselnden Baustellen

Wo man arbeitet

  • Maler- und Lackiererbetriebe
  • Fassaden- und Dämmbaufirmen
  • Industrieanstrich und Korrosionsschutz
  • Gebäudeunterhalt von Wohnungsunternehmen und Kommunen

Der Weg in den Beruf

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und wird in einer der fünf Fachrichtungen der Maler- und Lackiererausbildungsverordnung abgeschlossen, etwa Gestaltung und Instandhaltung, Energieeffizienz- und Gestaltungstechnik oder Bauten- und Korrosionsschutz. Das Handwerk ist nach Anlage A der Handwerksordnung zulassungspflichtig, für den eigenen Betrieb sind Meisterbrief oder Ausübungsberechtigung nötig. Weiterführend gibt es den Meister, den Techniker für Farb- und Lacktechnik, den Restaurator im Handwerk und die Fortbildung zum Gebäudeenergieberater.

Offene Stellen als Maler und Lackierer

In der Suche fortsetzen

Verwandte Berufe

Bodenleger

Bodenleger bereiten Untergründe vor und verlegen textile, elastische und hölzerne Bodenbeläge in Wohnungen, Büros und öffentlichen Gebäuden.

Offene Stellen
22
Monatsbrutto
2.400 – 4.700 €

Stuckateur

Stuckateure putzen Wände und Decken, dämmen Fassaden und ziehen Stuck; das Gewerk steht in der Anlage A der Handwerksordnung.

Offene Stellen
4
Monatsbrutto
2.600 – 5.200 €

Trockenbauer

Trockenbauer bauen Wände, Decken und Böden aus vorgefertigten Platten und gliedern damit Innenräume ohne Mörtel und Trockenzeiten.

Offene Stellen
21
Monatsbrutto
2.500 – 4.800 €

Diese Seite setzt nur die Cookies, die für den Betrieb nötig sind. Kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine Auswertung Ihres Verhaltens. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.