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Elektro & Automatisierung

Elektroniker für Geräte und Systeme

Elektroniker für Geräte und Systeme fertigen, prüfen und betreuen elektronische Geräte und Baugruppen in der Industrie; der Beruf ist nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannt und kein Handwerksberuf.

63 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Elektroniker für Geräte und Systeme verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.900 € 3.300 € 3.700 € 39.600 €
Mit Berufserfahrung 3.500 € 3.900 € 4.500 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.100 € 4.700 € 5.500 € 56.400 €

Der Beruf wird fast ausschließlich in der Industrie ausgeübt, weshalb die Tarifbindung höher liegt als in den Handwerksgewerken und das Niveau entsprechend darüber. Entscheidend ist, ob der Betrieb einem Flächentarifvertrag folgt oder als Auftragsfertiger ohne Tarif arbeitet; zwischen beiden liegt die größte Spanne. Schichtzuschläge fallen in der Serienfertigung regelmäßig an, Zulagen für Prüfverantwortung und Reisetätigkeit im Service kommen hinzu. Angegeben ist das Grundentgelt ohne diese Bestandteile.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Elektroniker für Geräte und Systeme?

Er stellt das Gerät her, das andere später anschließen. Darin liegt die Abgrenzung zur gesamten übrigen Elektronikerfamilie. Der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik errichtet die Elektrik von Gebäuden, der Elektroniker für Betriebstechnik hält die Anlagen eines Werks in Gang, der Elektroniker für Automatisierungstechnik nimmt Steuerungen in Betrieb, und wer Sicherheitstechnik errichtet, arbeitet in fremden Gebäuden. Hier dagegen ist der Arbeitsplatz die Fertigung, das Labor oder der Prüfplatz, und das Ergebnis ist ein Produkt, das den Betrieb verlässt.

Der Beruf ist nach § 1 der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen nach dem Berufsbildungsgesetz staatlich anerkannt und gehört damit in die Industrie; ein Gewerbe der Anlage A der Handwerksordnung trägt diesen Namen nicht. Das ist keine Nebensache, sondern die zweite Hälfte der Einordnung: Für den Beruf als solchen besteht keine Meisterpflicht, und geprüft wird vor der Industrie- und Handelskammer. Wer sich allerdings selbständig macht und wesentliche Tätigkeiten eines zulassungspflichtigen Handwerks ausführt, fällt nach § 1 Absatz 1 der Handwerksordnung wieder unter die Eintragungspflicht.

Die Arbeit beginnt bei der technischen Auftragsanalyse und endet beim Produktsupport. Dazwischen liegen der Aufbau von Baugruppen und Geräten, das Bestücken, Löten und Verdrahten, der Zusammenbau von Gehäusen und Verkabelungen, die Inbetriebnahme und der Funktionstest, die Fehlersuche bis auf das einzelne Bauteil, die Reparatur von Rückläufern und die Nacharbeit an Serien. § 19 der Verordnung nennt außerdem das Einrichten, Überwachen und Instandhalten von Fertigungs- und Prüfeinrichtungen, und genau dort liegt in vielen Betrieben der Schwerpunkt: Prüfadapter bauen, Messplätze einrichten, Testabläufe schreiben, Messwerte auswerten und die Ursache einer Ausschussreihe finden. Der Betrieb legt nach derselben Vorschrift ein Einsatzgebiet fest, etwa informations- und kommunikationstechnische Geräte, medizinische Geräte, Automotive-Systeme, Sensoren und Mikrosysteme, Auftragsfertigung oder Mess- und Prüftechnik; davon hängt der Alltag stärker ab als vom Berufsnamen.

Wie wird man Elektroniker für Geräte und Systeme?

Über eine duale Ausbildung, deren Dauer § 2 derselben Verordnung auf dreieinhalb Jahre festlegt und die mit einer zweiteiligen Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer endet. Die Verordnung sieht daneben Zusatzqualifikationen vor, unter anderem in digitaler Vernetzung, Programmierung und Sicherheit der Informationstechnik, die getrennt geprüft und bescheinigt werden. Danach führen der Industriemeister Elektrotechnik, der staatlich geprüfte Techniker der Elektrotechnik und ein Studium weiter; in der Praxis prägen Prüftechnik, Qualitätswesen und Produktkenntnis den Werdegang mindestens ebenso stark.

Was der Beruf verlangt

Feinmotorik, Ausdauer und ein Auge für Abweichungen. Gearbeitet wird an kleinen Bauteilen, oft unter der Lupe, häufig in Bereichen mit Schutz gegen elektrostatische Entladung und mit entsprechender Kleidung und Disziplin. Die Fehlersuche verlangt systematisches Vorgehen und die Bereitschaft, am Messgerät lange nichts zu finden. Wo in Serie gefertigt wird, gehören Schichtbetrieb, Taktvorgaben und Dokumentationspflichten dazu; in der Medizintechnik und im Fahrzeugbau kommen scharfe Nachweispflichten hinzu, weil jede Baugruppe rückverfolgbar bleiben muss.

Aussichten

Elektronik steckt in immer mehr Produkten, und die Rückverlagerung von Fertigung nach Europa hat den Bedarf zusätzlich erhöht. Die Stellen sitzen in der Auftragsfertigung, bei Geräteherstellern und in Prüflaboren, und wer Prüftechnik, Löttechnik nach Norm und Fehleranalyse beherrscht, findet ohne Mühe eine Anstellung. Zugleich ist das Feld anfällig für Verlagerung einfacher Bestückung; sicher sitzt, wer Prototypenbau, Prüfmittelbau, Qualitätssicherung oder technischen Service übernimmt.

Aufgaben

  • Baugruppen und Geräte aufbauen, löten und verdrahten
  • Geräte in Betrieb nehmen und Funktionen prüfen
  • Fehler bis auf das einzelne Bauteil eingrenzen
  • Prüfadapter und Messplätze bauen und einrichten
  • Fertigungs- und Prüfeinrichtungen überwachen und instand halten
  • Prototypen aufbauen und den Serienanlauf begleiten
  • Messwerte erfassen, auswerten und dokumentieren
  • Technischen Service und Produktsupport leisten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Elektroniker für Geräte und Systeme
  • Sicheres Lesen von Schaltplänen und Stücklisten
  • Löt- und Prüftechnik nach den betrieblichen Vorgaben
  • Sorgfalt beim Schutz gegen elektrostatische Entladung
  • Systematisches Vorgehen bei der Fehlersuche
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit in der Serienfertigung

Wo man arbeitet

  • Gerätehersteller der Elektro- und Elektronikindustrie
  • Auftragsfertiger für Baugruppen
  • Medizin-, Mess- und Prüftechnik
  • Fahrzeug- und Zulieferindustrie
  • Entwicklungsabteilungen und Prüflabore

Der Weg in den Beruf

Duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen; § 1 derselben Verordnung erkennt den Beruf nach dem Berufsbildungsgesetz an, weshalb die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt wird und kein Gewerbe der Anlage A der Handwerksordnung dahintersteht. Der Betrieb legt nach § 19 ein Einsatzgebiet fest. Zusatzqualifikationen in digitaler Vernetzung, Programmierung und Sicherheit der Informationstechnik können getrennt geprüft werden. Aufbauend folgen der Industriemeister Elektrotechnik, der staatlich geprüfte Techniker der Elektrotechnik und ein Studium.

Offene Stellen als Elektroniker für Geräte und Systeme

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