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Elektro & Automatisierung

Elektroniker für Automatisierungstechnik

Elektroniker für Automatisierungstechnik bauen, programmieren und optimieren Steuerungen; ihre Arbeit beginnt dort, wo die Anlage verdrahtet ist und noch nichts tut.

80 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Elektroniker für Automatisierungstechnik verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 3.100 € 3.500 € 3.900 € 42.000 €
Mit Berufserfahrung 3.700 € 4.300 € 4.900 € 51.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.400 € 5.100 € 6.000 € 61.200 €

Das Niveau gehört zu den höchsten unter den Elektroberufen, weil Programmier- und Inbetriebnahmekenntnisse knapp sind. Innerhalb der Spanne entscheiden Tarifbindung, Branche und vor allem die Einsatzart: Wer Anlagen weltweit in Betrieb nimmt, verdient mehr als wer im Schaltschrankbau verdrahtet, allerdings zu einem großen Teil über Reisezeitvergütung, Auslöse und Überstunden, die stark schwanken. Erfahrung mit einem bestimmten Steuerungssystem wirkt oft stärker als ein weiteres Berufsjahr. Angegeben ist das Grundentgelt ohne Zuschläge.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Elektroniker für Automatisierungstechnik?

Er sorgt dafür, dass eine Anlage das Richtige tut, und nicht nur, dass sie Strom bekommt. Damit unterscheidet er sich von den beiden benachbarten Elektronikerberufen: Der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik errichtet die Elektrik von Gebäuden, der Elektroniker für Betriebstechnik verantwortet Energieversorgung und Instandhaltung im Werk. Hier dagegen stehen Steuerung, Regelung und Prozess im Mittelpunkt. Der Beruf ist nach § 1 der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannt; im Handwerk entspricht ihm die Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik des Elektronikers nach § 4 der Elektronikerausbildungsverordnung.

Der Alltag beginnt mit der Anlagenbeschreibung und dem Funktionsplan. Daraus entstehen Schaltplan, Aufbau des Schaltschranks, Auswahl und Verdrahtung von Sensorik und Antrieben, Parametrierung der Frequenzumrichter und das Programm der speicherprogrammierbaren Steuerung. Danach folgt die Inbetriebnahme, der anspruchsvollste Teil: Ein- und Ausgänge prüfen, Achsen einzeln bewegen, Verriegelungen testen, Sicherheitsfunktionen abnehmen, Taktzeiten messen und das Programm so lange anpassen, bis der Prozess sicher und reproduzierbar läuft. Später kommen Optimierung, Umbauten bei Produktwechseln und Fernwartung hinzu. Gearbeitet wird mit Bussystemen, Bediensystemen, Antriebsreglern und den Diagnosewerkzeugen der Steuerungshersteller.

Wie wird man Elektroniker für Automatisierungstechnik?

Über die gemeinsame Ausbildung der industriellen Elektroberufe, deren Dauer § 2 der zugehörigen Verordnung auf dreieinhalb Jahre festlegt und die mit einer zweiteiligen Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer endet. Wer den Weg im Handwerk geht, wählt die Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik des Elektronikers und legt die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer ab. Anschließend prägen Herstellerlehrgänge den Werdegang, weil die verbreiteten Steuerungswelten eigene Werkzeuge und Programmierweisen haben. Weiterführend sind der Industriemeister Elektrotechnik, der staatlich geprüfte Techniker der Automatisierungstechnik und ein Studium.

Was der Beruf verlangt

Der industrielle Beruf steht nicht in der Anlage A der Handwerksordnung; eine Meisterpflicht besteht nicht. Wer selbständig Leistungen erbringt, die wesentliche Tätigkeiten des Elektrotechniker-Handwerks umfassen, braucht dagegen nach § 1 Absatz 1 der Handwerksordnung den Eintrag in die Handwerksrolle. Fachlich verlangt der Beruf zweierlei zugleich: das Denken in Abläufen und Zuständen, wie es die Programmierung erfordert, und die Bereitschaft, mit dreckigen Händen an der Maschine zu stehen, wenn ein Sensor falsch justiert ist. Weil Inbetriebnahmen beim Kunden stattfinden, gehören Reisen, lange Tage und Arbeit unter Terminzwang dazu.

Aussichten

Automatisierung wächst dort, wo Arbeitskräfte fehlen, und das trifft inzwischen fast jede Branche. Damit steigt der Bedarf an Fachkräften, die Anlagen nicht nur bauen, sondern in Betrieb nehmen und danach betreuen können. Erfahrung mit den verbreiteten Steuerungssystemen, mit Robotik, Antriebstechnik und Sicherheitstechnik lässt sich unmittelbar in bessere Bedingungen umsetzen, und der Schritt in die Inbetriebnahme oder den weltweiten Service steht offen. Wer nicht reisen will, findet in der Instandhaltung großer Werke Stellen, in denen dieselben Kenntnisse gefragt sind.

Aufgaben

  • Schaltschränke für Steuerungen aufbauen und verdrahten
  • Sensorik und Antriebe auswählen, anschließen und justieren
  • Speicherprogrammierbare Steuerungen programmieren
  • Frequenzumrichter und Regler parametrieren
  • Anlagen in Betrieb nehmen und Sicherheitsfunktionen abnehmen
  • Abläufe optimieren und Taktzeiten verbessern
  • Störungen über Programm, Elektrik und Mechanik eingrenzen
  • Anlagendokumentation und Programmstände pflegen

Voraussetzungen

  • Ausbildung als Elektroniker für Automatisierungstechnik oder in der Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik
  • Kenntnisse in Steuerungsprogrammierung und Bussystemen
  • Status der Elektrofachkraft
  • Sicheres Lesen von Funktions- und Stromlaufplänen
  • Reisebereitschaft für Inbetriebnahmen
  • Systematisches Vorgehen und Geduld bei der Fehlersuche

Wo man arbeitet

  • Maschinen- und Sondermaschinenbau
  • Automatisierungs- und Robotikintegratoren
  • Instandhaltung großer Produktionswerke
  • Schaltanlagenbau und Steuerungsbau
  • Technischer Service der Anlagenhersteller

Der Weg in den Beruf

Duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen mit zweiteiliger Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Im Handwerk führt der gleichwertige Weg über die Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik des Elektronikers nach § 4 der Elektronikerausbildungsverordnung. Herstellerlehrgänge für die verbreiteten Steuerungssysteme prägen den weiteren Werdegang. Aufbauend folgen der Industriemeister Elektrotechnik, der staatlich geprüfte Techniker der Automatisierungstechnik und ein Studium.

Offene Stellen als Elektroniker für Automatisierungstechnik

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