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Garten- & Landschaftsbau

Forstwirt

Forstwirte begründen, pflegen und ernten Wald; berufsrechtlich gehört der Beruf zur Land- und Forstwirtschaft und nicht zum Handwerk.

3 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Forstwirt verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.400 € 2.700 € 3.000 € 32.400 €
Mit Berufserfahrung 2.900 € 3.200 € 3.600 € 38.400 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.300 € 3.700 € 4.300 € 44.400 €

Ein großer Teil der Stellen liegt im öffentlichen Dienst der Länder und Kommunen, wo nach Tarif eingruppiert wird und die Spanne entsprechend eng und gut vorhersehbar ist. Forstliche Dienstleistungsunternehmen zahlen häufig leistungsbezogen nach Festmetern, was in guten Monaten mehr und bei schlechtem Wetter weniger bedeutet. Zulagen für Motorsägenarbeit, Maschinenführung und Seilklettertechnik sind verbreitet, ebenso Erschwerniszuschläge. Angegeben ist das Grundgehalt ohne diese Bestandteile.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Forstwirt?

Er arbeitet im Wald, und zwar über den gesamten Lebenszyklus eines Bestands. Am Anfang stehen Bestandsbegründung und Pflanzung, dann Kultur- und Jungbestandspflege, Schutz gegen Wildverbiss, Läuterung und Durchforstung. Später folgt die Ernte: Fällung mit Motorsäge oder Zuarbeit zur vollmechanisierten Aufarbeitung, Entasten, Einschneiden, Aufarbeiten, Rücken und Poltern am Weg. Dazu kommen Waldschutz und Bestandskontrolle, besonders die Suche nach Borkenkäferbefall und dessen schnelle Aufarbeitung, Wegeunterhaltung, Naturschutz- und Biotopmaßnahmen, Bau und Pflege von Erholungseinrichtungen sowie die Verkehrssicherung entlang von Wegen und Straßen. Die Wartung der eigenen Technik gehört ebenfalls dazu, denn eine Motorsäge wird täglich geschärft und instand gehalten.

Die berufsrechtliche Einordnung gehört hierher, weil sie vom Rest dieses Portals abweicht. § 1 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Forstwirt erkennt den Beruf staatlich an, ohne die Handwerksordnung zu nennen, und ein Gewerbe dieses Namens führt weder die Anlage A noch die Anlage B. Der Forstwirt ist ein Beruf der Land- und Forstwirtschaft, kein Handwerksberuf, und die zuständigen Stellen sind entsprechend die Kammern und Behörden dieses Bereichs. Auch der Aufstieg läuft anders: Der Forstwirtschaftsmeister wird über eine eigene Meisterprüfungsverordnung nach dem Berufsbildungsgesetz geregelt und ist kein Handwerksmeister.

Die Bezeichnung kommt in diesem Bestand nur selten vor, und das liegt daran, wer ausschreibt: Landesforstbetriebe und Kommunen besetzen viele Stellen über eigene Portale und im öffentlichen Dienst. Wer sucht, sollte daneben auf Waldarbeiter, Forstwirtschaftsmeister, Maschinenführer für Harvester und Forwarder, Baumpfleger und Landschaftsgärtner achten, weil sich die Arbeitsfelder überschneiden.

Wie wird man Forstwirt?

Über eine duale Ausbildung, die nach § 2 der genannten Verordnung drei Jahre dauert; ausgebildet wird überwiegend bei Landesforstbetrieben, Kommunen, größeren Privatwaldbesitzern und forstlichen Dienstleistern. Unerlässlich ist der Nachweis über die Motorsägenausbildung, der in Stufen erworben wird und ohne den niemand im Bestand arbeiten darf; darauf bauen Lehrgänge für Seilklettertechnik, Baumpflege, Rückearbeit und Maschinenführung auf. Weiter führen der Forstwirtschaftsmeister, die Fachagrarwirtschaft für Baumpflege und Baumsanierung sowie ein Studium der Forstwirtschaft.

Was der Beruf verlangt

Robustheit und Respekt vor der Sache. Der Wald ist einer der gefährlichsten Arbeitsplätze überhaupt, weil eine falsch eingeschätzte Fällrichtung, ein hängengebliebener Baum oder ein Totast in der Krone unmittelbar lebensgefährlich sind; Arbeit allein ist deshalb eingeschränkt und Rettungskette und Standortmeldung sind Pflicht. Gearbeitet wird bei jedem Wetter, im unwegsamen Gelände, mit schwerem Gerät und in Lärm und Vibration. Die Anlage 1 der Berufskrankheiten-Verordnung führt dazu passende Nummern, darunter Lärmschwerhörigkeit, vibrationsbedingte Durchblutungsstörungen an den Händen sowie Plattenepithelkarzinome und aktinische Keratosen der Haut durch natürliche ultraviolette Strahlung. Die durch Zecken übertragbaren Erkrankungen sind ein eigenes Thema, gegen das Schutzkleidung und Impfung helfen.

Aussichten

Der Waldumbau nach Trockenjahren, Stürmen und Käferbefall hat einen Arbeitsberg geschaffen, der über Jahrzehnte reicht: Kalamitätsflächen räumen, wiederbewalden, Mischbestände pflegen, Wege instand setzen. Gleichzeitig ist die Zahl der Forstwirte in den Landesbetrieben lange gesunken, und viele Beschäftigte gehen in Ruhestand. Wer Maschinenführung, Seilklettertechnik oder Baumpflege beherrscht, hat besonders gute Aussichten, weil diese Qualifikationen auch außerhalb des Waldes gefragt sind. Anstellungen im öffentlichen Dienst bieten geregelte Bedingungen, Dienstleistungsunternehmen zahlen leistungsbezogen und verlangen mehr Flexibilität.

Aufgaben

  • Bestände begründen, pflanzen und Kulturen sichern
  • Jungbestände läutern und durchforsten
  • Bäume fällen, entasten und aufarbeiten
  • Holz rücken, poltern und zur Abfuhr bereitstellen
  • Waldschutz betreiben und Käferbefall aufarbeiten
  • Wege, Gräben und Erholungseinrichtungen unterhalten
  • Naturschutz- und Biotopmaßnahmen ausführen
  • Motorsäge und Ausrüstung warten und schärfen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Forstwirt
  • Gültiger Nachweis der Motorsägenausbildung
  • Kenntnis von Baumarten, Waldbau und Holzsorten
  • Sicheres Einschätzen von Fällrichtung und Gefahrenbäumen
  • Körperliche Belastbarkeit für Gelände und Witterung
  • Führerschein und Bereitschaft zu wechselnden Einsatzorten

Wo man arbeitet

  • Landesforstbetriebe und Forstämter
  • Kommunale Forstbetriebe und Stadtwälder
  • Privat- und Kirchenwaldbesitz
  • Forstliche Dienstleistungsunternehmen
  • Betriebe der Baumpflege und Verkehrssicherung

Der Weg in den Beruf

Die duale Ausbildung dauert nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Forstwirt drei Jahre. § 1 dieser Verordnung erkennt den Beruf staatlich an, ohne auf die Handwerksordnung zu verweisen; ein Gewerbe dieses Namens steht weder in der Anlage A noch in der Anlage B, sodass der Beruf berufsrechtlich zur Land- und Forstwirtschaft gehört und nicht zum Handwerk. Der Nachweis der Motorsägenausbildung ist Voraussetzung der praktischen Arbeit. Aufbauend folgen der Forstwirtschaftsmeister nach einer eigenen Meisterprüfungsverordnung, die Fachagrarwirtschaft für Baumpflege und ein Studium der Forstwirtschaft.

Offene Stellen als Forstwirt

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