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Kfz & Fahrzeugtechnik

Kfz-Mechatroniker

Kraftfahrzeugmechatroniker warten, diagnostizieren und reparieren Fahrzeuge; der Beruf kennt fünf Schwerpunkte und gehört zum zulassungspflichtigen Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk.

722 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Kfz-Mechatroniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.500 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit Berufserfahrung 3.000 € 3.400 € 3.900 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.000 € 4.700 € 48.000 €

Das Niveau liegt im Handwerksvergleich eher niedrig, und die Ursache ist der Preisdruck im Werkstattgeschäft, nicht die Anforderung. Innerhalb der Spanne entscheiden Markenbindung, Betriebsgröße und Region: Nutzfahrzeug- und Landmaschinenbetriebe sowie Markenhäuser in Ballungsräumen zahlen über der freien Werkstatt auf dem Land. Deutlich wirkt außerdem die Qualifikation für Hochvolt und Diagnose. Häufig kommen leistungsabhängige Bestandteile über Vorgabezeiten sowie Zuschläge für Bereitschafts- und Pannendienste hinzu. Angegeben ist das feste Grundgehalt.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Kfz-Mechatroniker?

Er arbeitet am Fahrzeug, und das unterscheidet ihn grundlegend vom Mechatroniker ohne Zusatz, der Fertigungsanlagen in Werkhallen betreut. Hier sind der Arbeitsplatz die Hebebühne, das wichtigste Werkzeug das Diagnosesystem des Fahrzeugherstellers und die Informationsquelle dessen technische Datenbank. Die amtliche Bezeichnung lautet Kraftfahrzeugmechatroniker; sie führte die früheren Berufe des Kraftfahrzeugmechanikers und des Kraftfahrzeugelektrikers zusammen, weil sich beide Felder im Fahrzeug nicht mehr trennen lassen.

Die Ausbildungsverordnung gliedert den Beruf nach § 3 in gemeinsame Inhalte und einen der Schwerpunkte Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, System- und Hochvolttechnik oder Karosserietechnik. Der Alltag in einer Werkstatt besteht aus Wartungen nach Herstellervorgabe, Hauptuntersuchungsvorbereitung, Bremsen-, Fahrwerks- und Antriebsarbeiten, Reifen- und Klimaservice sowie der Fehlersuche an elektronischen Systemen. Letztere ist der anspruchsvollste Teil: Fehlerspeicher auslesen, Messwerte im Betrieb beurteilen, Leitungen und Steuergeräte prüfen, Software aktualisieren und codieren. In der Nutzfahrzeugtechnik kommen Aufbauten, Hydraulik und Druckluftbremsen hinzu, in der Hochvolttechnik Arbeiten an Traktionsbatterien, für die eine gesonderte Qualifizierung und das Freischalten des Systems vorgeschrieben sind.

Wie wird man Kfz-Mechatroniker?

Über eine duale Ausbildung, die nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker dreieinhalb Jahre dauert. Der Beruf ist zugleich nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes und nach § 25 der Handwerksordnung für das Gewerbe Kraftfahrzeugtechniker der Anlage A anerkannt; die geltende Fassung der Verordnung trat im August 2013 in Kraft. Geprüft wird in zwei Teilen. Nach der Gesellenzeit folgen Herstellerlehrgänge und Zertifizierungen als Service- oder Diagnosetechniker, die Qualifizierung für Arbeiten an Hochvoltsystemen, der Meister im Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk, der Kfz-Servicetechniker sowie der staatlich geprüfte Techniker der Fahrzeugtechnik.

Was der Beruf verlangt

Das Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk steht in der Anlage A der Handwerksordnung und ist zulassungspflichtig: Eine eigene Werkstatt darf nach § 1 Absatz 1 der Handwerksordnung nur führen, wer in der Handwerksrolle eingetragen ist, also den Meisterbrief hat oder eine Ausübungsberechtigung nach § 7b der Handwerksordnung nachweist. Im Alltag verlangt der Beruf Bereitschaft zum ständigen Nachlernen, weil jede Fahrzeuggeneration neue Systeme mitbringt, sowie eine hohe Disziplin bei Hochvoltarbeiten. Dazu kommen Zeitdruck durch Vorgabezeiten, Arbeit in Zwangshaltung, Kälte und Nässe bei Pannendiensten und der Umgang mit Kunden, denen eine Rechnung erklärt werden muss.

Aussichten

Der Fahrzeugbestand ist groß und altert, was Wartung und Reparatur dauerhaft sichert, während der Antriebswechsel die Inhalte verschiebt: weniger Verbrennungsmotorarbeit, mehr Hochvolt, Software, Assistenzsysteme und deren Kalibrierung. Fachkräfte mit Hochvoltqualifikation und Diagnosestärke sind gesucht und werden besser bezahlt als der Werkstattdurchschnitt. Wege führen über den Serviceberater in den Kundendienst, über den Meister in die Werkstattleitung oder den eigenen Betrieb und über Herstellerzertifikate in den technischen Außendienst.

Aufgaben

  • Fahrzeuge nach Herstellervorgabe warten und prüfen
  • Bremsen, Fahrwerk und Antrieb instand setzen
  • Fehlerspeicher auslesen und Messwerte beurteilen
  • Elektronische Systeme und Steuergeräte prüfen und codieren
  • Arbeiten an Hochvoltsystemen nach Freischaltung ausführen
  • Klima- und Reifenservice durchführen
  • Untersuchungen vorbereiten und Mängel beheben
  • Kunden Befunde und Reparaturumfänge erläutern

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Kraftfahrzeugmechatroniker
  • Sicherer Umgang mit Diagnosesystemen und Herstellerdatenbanken
  • Qualifizierung für Arbeiten an Hochvoltsystemen von Vorteil
  • Führerschein Klasse B, je nach Schwerpunkt auch Klasse C
  • Bereitschaft zum ständigen Nachlernen
  • Sorgfalt bei Dokumentation und Abrechnung

Wo man arbeitet

  • Markenwerkstätten und freie Kfz-Betriebe
  • Nutzfahrzeug- und Buswerkstätten
  • Fuhrparks von Speditionen und Kommunen
  • Pannen- und Abschleppdienste
  • Prüforganisationen und Sachverständigenbüros

Der Weg in den Beruf

Duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker, anerkannt nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes und nach § 25 der Handwerksordnung für das Gewerbe Kraftfahrzeugtechniker der Anlage A. Nach § 3 wird einer der Schwerpunkte Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, System- und Hochvolttechnik oder Karosserietechnik gewählt. Aufbauend folgen Herstellerzertifikate, die Hochvoltqualifizierung, der Kfz-Servicetechniker, der Meister im Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk und der Techniker der Fahrzeugtechnik.

Offene Stellen als Kfz-Mechatroniker

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