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Metallbau & Schweißtechnik

Konstruktionsmechaniker

Konstruktionsmechaniker fertigen und montieren Metallkonstruktionen aus Blechen und Profilen; Trennen, Umformen, Fügen und Schweißen bestimmen ihre Arbeit.

128 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Konstruktionsmechaniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.100 € 3.500 € 37.200 €
Mit Berufserfahrung 3.300 € 3.800 € 4.300 € 45.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.900 € 4.500 € 5.200 € 54.000 €

Die Spanne wird von drei Größen bestimmt: Tarifbindung des Betriebs, Umfang der gültigen Schweißerprüfungen und Anteil der Montage. Ein tarifgebundener Anlagenbauer zahlt deutlich über einer kleinen Schlosserei, Fachkräfte mit Prüfungen in mehreren Verfahren und Zwangslagen werden gesucht und entsprechend bezahlt, und auf Montage kommen Auslöse, Reisezeitvergütung und Überstunden hinzu, die den Monatsbetrag stark verändern. Angegeben ist das Grundentgelt ohne diese Bestandteile.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Konstruktionsmechaniker?

Er baut aus Blechen, Rohren und Profilen tragende Konstruktionen. Damit unterscheidet er sich klar von den drei anderen industriellen Metallberufen: Der Industriemechaniker hält Anlagen betriebsfähig, der Zerspanungsmechaniker nimmt Span ab, der Werkzeugmechaniker fertigt Werkzeuge und Formen. Die Verordnung über die industriellen Metallberufe nennt in § 15 als Fachqualifikationen unter anderem das Anwenden technischer Unterlagen, Trennen und Umformen, den Einsatz von Bearbeitungsmaschinen, das Fügen von Bauteilen, den Einsatz von Vorrichtungen und Hilfskonstruktionen, das Montieren und Demontieren von Metallkonstruktionen sowie das Prüfen von Bauteilen und Baugruppen. Als Einsatzgebiete führt sie Ausrüstungstechnik, Feinblechbau, Schiffbau, Schweißtechnik sowie Stahl- und Metallbau.

Der Alltag beginnt bei der Zeichnung und beim Zuschnitt. Bleche werden gebrannt oder geschnitten, Profile abgelängt, Kanten vorbereitet, Teile in Vorrichtungen geheftet, ausgerichtet und verschweißt, anschließend gerichtet, geprüft und für Oberflächenschutz und Transport vorbereitet. Ein erheblicher Teil der Arbeit entfällt auf das Beherrschen des Verzugs, denn jede Schweißnaht zieht das Bauteil, und wer die Reihenfolge falsch wählt, richtet hinterher mehr, als er gefügt hat. In der Ausrüstungstechnik entstehen Behälter, Rohrleitungen und Apparate, im Stahlbau Träger und Rahmen, im Feinblechbau Gehäuse und Verkleidungen, im Schiffbau Sektionen. Zur Werkstatt kommt häufig die Montage auf der Baustelle, wo dieselben Teile unter anderen Bedingungen zusammengesetzt werden.

Wie wird man Konstruktionsmechaniker?

Über die gemeinsame Ausbildung der industriellen Metallberufe, deren Dauer § 2 der zugehörigen Verordnung auf dreieinhalb Jahre festlegt. Auf einundzwanzig Monate gemeinsamer Kernqualifikationen folgen die berufsspezifischen Fachqualifikationen, vertieft in einem der genannten Einsatzgebiete. Die Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer wird in zwei zeitlich getrennten Teilen abgelegt. Weil Schweißen den Beruf prägt, kommen Schweißerprüfungen nach den einschlägigen Normen hinzu, getrennt nach Verfahren, Werkstoffgruppe und Position; sie sind befristet und müssen verlängert werden. Aufbauend folgen der Industriemeister Metall, der Schweißfachmann, der staatlich geprüfte Techniker und ein Studium.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannt und gehört nicht zu den Gewerben der Anlage A der Handwerksordnung. Wer allerdings selbständig Metallbau betreiben will, übt wesentliche Tätigkeiten des zulassungspflichtigen Metallbauer-Handwerks aus und braucht dafür nach § 1 Absatz 1 der Handwerksordnung den Eintrag in die Handwerksrolle, also den Meisterbrief oder eine Ausübungsberechtigung nach § 7b der Handwerksordnung. Körperlich ist der Beruf fordernd: Bauteile sind schwer, Hallen zugig, Schweißrauch und Lärm gehören dazu, und auf der Montage wird in Höhe und bei jedem Wetter gearbeitet. Fachlich zählt räumliches Vorstellungsvermögen, weil aus einer flachen Zeichnung ein dreidimensionales Bauteil werden muss.

Aussichten

Stahlbau, Behälterbau, Anlagenbau und der Ausbau der Energieinfrastruktur halten die Nachfrage hoch, und geschweißte Konstruktionen lassen sich schlecht automatisieren, solange die Stückzahlen klein und die Bauteile groß sind. Gefragt sind vor allem Fachkräfte mit gültigen Schweißerprüfungen in mehreren Verfahren und Positionen, denn sie sind auf Baustellen unmittelbar einsetzbar. Wer weitergeht, wird Schweißfachmann, Vorarbeiter auf der Montage, Prüfer in der Qualitätssicherung oder Arbeitsvorbereiter in der Fertigung.

Aufgaben

  • Bleche und Profile nach Zeichnung zuschneiden und umformen
  • Bauteile in Vorrichtungen heften und ausrichten
  • Konstruktionen schweißen und den Verzug beherrschen
  • Baugruppen in der Werkstatt und auf der Baustelle montieren
  • Nähte und Maße prüfen und Ergebnisse dokumentieren
  • Vorrichtungen und Hilfskonstruktionen anfertigen
  • Bauteile für Oberflächenschutz und Transport vorbereiten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Konstruktionsmechaniker
  • Gültige Schweißerprüfungen in den geforderten Verfahren
  • Räumliches Vorstellungsvermögen und sicheres Zeichnungslesen
  • Körperliche Belastbarkeit und Höhentauglichkeit
  • Bereitschaft zu Montageeinsätzen
  • Sorgfalt bei Maßhaltigkeit und Nahtvorbereitung

Wo man arbeitet

  • Stahl- und Metallbaubetriebe
  • Behälter- und Apparatebau
  • Anlagenbau und Rohrleitungsbau
  • Schiffbau und Offshore-Zulieferer
  • Fahrzeug- und Maschinenbau

Der Weg in den Beruf

Duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen. Nach einundzwanzig Monaten gemeinsamer Kernqualifikationen folgen die Fachqualifikationen nach § 15 und die Vertiefung in einem Einsatzgebiet wie Ausrüstungstechnik, Feinblechbau, Schiffbau, Schweißtechnik oder Stahl- und Metallbau. Geprüft wird in zwei Teilen vor der Industrie- und Handelskammer. Hinzu kommen befristete Schweißerprüfungen nach den einschlägigen Normen sowie aufbauend Schweißfachmann, Industriemeister Metall und Techniker.

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