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Metallbau & Schweißtechnik

Schlosser

Schlosser ist eine historische Bezeichnung für Metallbauer und Industriemechaniker; ausgebildet wird unter diesem Namen nicht mehr, in Stellenanzeigen steht er weiterhin.

143 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Schlosser verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 2.900 € 3.200 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.100 € 3.500 € 3.900 € 42.000 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.600 € 4.100 € 4.700 € 49.200 €

Weil der Titel mehrere Berufe und sehr verschiedene Einsatzfelder zusammenfasst, ist die Spanne breit. Die Instandhaltung eines tarifgebundenen Industriebetriebs zahlt am oberen Rand, die kleine Bauschlosserei ohne Tarifbindung am unteren, und dazwischen entscheidet vor allem, welche Schweißerprüfungen jemand vorlegen kann. Schicht- und Rufbereitschaftszuschläge in der Instandhaltung sowie Auslöse auf Montage kommen hinzu und verändern den Auszahlbetrag deutlich. Angegeben ist das Grundgehalt ohne diese Bestandteile.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Schlosser?

Das Wort beschreibt eine Arbeit, keinen heutigen Ausbildungsberuf. Der Ausbildungsberuf des Handwerks heißt Metallbauer, geregelt in der Metallbauerausbildungsverordnung, deren geltende Fassung aus dem Jahr 2008 stammt und eine Fassung von 2002 ablöste; im Industriebetrieb entspricht der frühere Betriebsschlosser dem heutigen Industriemechaniker und der Bauschlosser dem Konstruktionsmechaniker. Betriebe schreiben trotzdem weiter Schlosser aus, weil danach gesucht wird und weil in vielen Zeugnissen genau dieser Titel steht. Wer ihn führt, ist nicht schlechter qualifiziert, sondern hat seine Prüfung vor der Umbenennung abgelegt.

Hinter dem Wort stecken mehrere Tätigkeitsbilder. Der Bauschlosser fertigt und montiert Geländer, Treppen, Tore, Zäune und Stahlbauteile und arbeitet zwischen Werkstatt und Baustelle. Der Betriebsschlosser hält Maschinen und Anlagen eines Werks instand, sucht Störungen, wechselt Bauteile und richtet aus. Der Rohrschlosser baut Rohrleitungssysteme in Anlagen, der Kunstschlosser gestaltet und schmiedet, und der Schlüsseldienst führt den alten Wortsinn fort, macht aber nur einen kleinen Teil der Stellen aus. Gemeinsam sind allen das Trennen, Umformen, Fügen und vor allem das Schweißen sowie die Arbeit nach Zeichnung und Aufmaß.

Wie wird man Schlosser?

Über eine der Ausbildungen, die den Beruf abgelöst haben. Im Handwerk ist das der Metallbauer, dessen Ausbildung nach § 2 der Metallbauerausbildungsverordnung dreieinhalb Jahre dauert und nach § 25 der Handwerksordnung für das Gewerbe Metallbauer der Anlage A anerkannt ist. In der Industrie führen der Konstruktionsmechaniker und der Industriemechaniker zum selben Ziel; beide dauern nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen ebenfalls dreieinhalb Jahre. Für alle drei gilt: Schweißerprüfungen nach Verfahren, Werkstoff und Position sind in der Praxis so wichtig wie der Abschluss selbst, weil sie befristet sind und regelmäßig verlängert werden müssen.

Was der Beruf verlangt

Wer als Angestellter arbeitet, braucht keinen Meisterbrief. Wer selbständig einen Betrieb führen will, der wesentliche Tätigkeiten des Metallbaus ausübt, fällt dagegen unter § 1 Absatz 1 der Handwerksordnung und muss in der Handwerksrolle eingetragen sein, weil Metallbauer ein Gewerbe der Anlage A ist; alternativ kommt die Ausübungsberechtigung nach § 7b der Handwerksordnung in Betracht, die sechs Jahre Tätigkeit verlangt, davon vier in leitender Stellung. Körperlich fordert die Arbeit durch Gewicht, Lärm, Schweißrauch und Zwangshaltungen, in der Instandhaltung zusätzlich durch Schicht- und Wochenendeinsätze, in der Montage durch Höhe und Wetter.

Aussichten

Die Nachfrage nach der Tätigkeit ist ungebrochen, auch wenn der Name verschwindet. Instandhaltung, Stahlbau und Anlagenbau suchen laufend Fachkräfte, und wer gültige Schweißerprüfungen mitbringt, findet schnell eine Stelle. Für Bewerber lohnt es sich, beide Wortwelten zu bedienen und sich sowohl auf Anzeigen für Schlosser als auch auf solche für Metallbauer, Konstruktionsmechaniker und Industriemechaniker zu bewerben, weil viele Betriebe dieselbe Stelle unterschiedlich betiteln. Wer sich weiterbilden möchte, geht in die Meisterschule des Metallbauer-Handwerks, wird Schweißfachmann oder staatlich geprüfter Techniker.

Aufgaben

  • Bauteile aus Stahl und Edelstahl nach Zeichnung fertigen
  • Konstruktionen schweißen, schrauben und richten
  • Geländer, Treppen, Tore und Stahlbauteile montieren
  • Maschinen und Anlagen instand halten
  • Rohrleitungen vorfertigen und einbauen
  • Aufmaß nehmen und Bauteile anpassen
  • Störungen eingrenzen und Bauteile austauschen

Voraussetzungen

  • Abschluss als Schlosser, Metallbauer, Konstruktions- oder Industriemechaniker
  • Gültige Schweißerprüfungen in den geforderten Verfahren
  • Sicheres Zeichnungslesen
  • Körperliche Belastbarkeit und Höhentauglichkeit
  • Bereitschaft zu Montage, Schicht oder Rufbereitschaft
  • Führerschein Klasse B

Wo man arbeitet

  • Schlossereien und Metallbaubetriebe
  • Instandhaltung von Industriebetrieben
  • Stahl-, Rohrleitungs- und Anlagenbau
  • Werften und Zulieferbetriebe
  • Technische Dienste großer Liegenschaften

Der Weg in den Beruf

Unter diesem Namen wird nicht mehr ausgebildet. Im Handwerk führt der Weg über den Metallbauer, dessen Ausbildung nach § 2 der Metallbauerausbildungsverordnung dreieinhalb Jahre dauert und nach § 25 der Handwerksordnung anerkannt ist, in der Industrie über den Konstruktionsmechaniker oder den Industriemechaniker nach der Verordnung über die industriellen Metallberufe, ebenfalls dreieinhalb Jahre. Ältere Abschlüsse als Schlosser bleiben gültig. Schweißerprüfungen nach Verfahren, Werkstoff und Position sind befristet und werden regelmäßig verlängert.

Offene Stellen als Schlosser

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