Metallbauer
Metallbauer fertigen und montieren Konstruktionen aus Stahl, Aluminium und Edelstahl; der Beruf ist der Nachfolger des Schlossers und im Handwerk zulassungspflichtig.
89 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.
Was man als Metallbauer verdient
| Erfahrung | Von | Median | Bis | Jahresbrutto | Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Berufseinstieg | 2.600 € | 2.900 € | 3.300 € | 34.800 € | |
| Mit Berufserfahrung | 3.100 € | 3.500 € | 4.000 € | 42.000 € | |
| Mit langjähriger Erfahrung | 3.700 € | 4.200 € | 4.900 € | 50.400 € |
Die Tarifbindung im Metallbauhandwerk ist gering, und die regionalen Tarifwerke unterscheiden sich stark; deshalb sagt die Berufsbezeichnung allein wenig über den Verdienst. Wichtiger sind Betriebsgröße, Auftragsart und Schweißqualifikation: Stahl- und Fassadenbau zahlt über der allgemeinen Bauschlosserei, und Fachkräfte mit gültigen Prüfungen in mehreren Verfahren werden gesucht. Auf auswärtigen Baustellen kommen Auslöse und Fahrtzeiten hinzu, in der Bausaison Überstunden. Angegeben ist das Grundgehalt ohne solche Bestandteile.
Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.
Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.
Das Berufsbild
Was macht ein Metallbauer?
Er baut alles, was aus Profilen und Blechen entsteht und danach an einem Gebäude oder Fahrzeug seinen Platz findet: Geländer, Treppen, Tore, Zäune, Vordächer, Stahltragwerke, Fenster und Fassaden aus Metall, Balkone, Aufbauten für Nutzfahrzeuge. Die Ausbildungsverordnung gliedert den Beruf nach § 3 in gemeinsame Inhalte und eine der Fachrichtungen Konstruktionstechnik, Metallgestaltung oder Nutzfahrzeugbau. Die Konstruktionstechnik ist die mit Abstand häufigste und meint den klassischen Metallbau am Bau. Die Metallgestaltung arbeitet gestaltend und schmiedend, der Nutzfahrzeugbau baut Aufbauten, Anhänger und Fahrzeugtechnik.
Der Beruf hat einen Vorgänger, der in Anzeigen bis heute vorkommt: den Schlosser. Diese Bezeichnung wird seit Langem nicht mehr ausgebildet, und der Ausbildungsberuf heißt Metallbauer; die geltende Verordnung stammt aus dem Jahr 2008 und löste eine Fassung von 2002 ab. Wer ein altes Zeugnis als Schlosser besitzt, ist deshalb nicht schlechter qualifiziert, sondern trägt nur den früheren Titel.
Die Arbeit teilt sich in Werkstatt und Montage. In der Werkstatt wird aufgemessen, zugeschnitten, gekantet, gebohrt, geheftet, geschweißt, gerichtet und für die Oberfläche vorbereitet. Auf der Baustelle folgt die Montage mit Ausrichten, Verankern im Bauwerk, Anpassen an Maße, die selten der Planung entsprechen, und Abnahme mit dem Kunden. Schweißen prägt den Beruf, dazu kommen Verschrauben, Nieten, Kleben und das Bearbeiten von Aluminium- und Edelstahlprofilen.
Wie wird man Metallbauer?
Über eine duale Ausbildung, die nach § 2 der Metallbauerausbildungsverordnung dreieinhalb Jahre dauert und nach § 25 der Handwerksordnung für das Gewerbe Metallbauer der Anlage A anerkannt ist. Abgeschlossen wird mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Ergänzend werden Schweißerprüfungen abgelegt, getrennt nach Verfahren, Werkstoff und Position, und für tragende Bauteile kommen betriebliche Nachweise der Schweißfachaufsicht hinzu. Weiterführend sind der Meister im Metallbauer-Handwerk, für den seit 2025 eine neue Meisterprüfungsverordnung für die Teile I und II gilt, der staatlich geprüfte Techniker und ein Studium.
Was der Beruf verlangt
Metallbauer ist ein Gewerbe der Anlage A der Handwerksordnung und damit zulassungspflichtig; die selbständige Ausübung setzt nach § 1 Absatz 1 der Handwerksordnung den Eintrag in die Handwerksrolle voraus, also den Meisterbrief oder eine Ausübungsberechtigung nach § 7b der Handwerksordnung. Körperlich fordert der Beruf durch schwere Bauteile, Arbeiten über Kopf, Lärm und Schweißrauch, auf der Montage zusätzlich durch Höhe und Wetter. Fachlich zählen Maßgenauigkeit beim Aufmaß, saubere Nähte und die Fähigkeit, auf der Baustelle eine Lösung zu finden, wenn das Bauwerk nicht so gebaut ist wie gezeichnet.
Aussichten
Der Bedarf bleibt hoch, weil Metallbau überall dort anfällt, wo gebaut oder saniert wird, und weil Balkone, Geländer und Fassaden weder vorgefertigt aus dem Ausland kommen noch ohne Montage auskommen. Betriebe suchen vor allem geprüfte Schweißer und Monteure mit Höhentauglichkeit. Wer den Meister macht, kann einen Betrieb übernehmen oder gründen; ohne ihn führen die Wege über Vorarbeiter, Werkstattleitung oder eine Stelle in der Arbeitsvorbereitung.
Aufgaben
- Konstruktionen aus Stahl, Aluminium und Edelstahl fertigen
- Bauteile zuschneiden, kanten, bohren und schweißen
- Geländer, Treppen, Tore und Fassadenelemente herstellen
- Aufmaß auf der Baustelle nehmen
- Konstruktionen montieren und im Bauwerk verankern
- Anlagen und Tore warten und instand setzen
- Oberflächen vorbereiten und Bauteile übergeben
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Ausbildung als Metallbauer oder als Schlosser
- Gültige Schweißerprüfungen in den geforderten Verfahren
- Sicheres Zeichnungslesen und genaues Aufmaß
- Körperliche Belastbarkeit und Höhentauglichkeit
- Führerschein Klasse B, gern mit Anhänger
- Freundlicher Umgang mit Kunden auf der Baustelle
Wo man arbeitet
- Metallbau- und Schlossereibetriebe
- Stahlbau und Fassadenbau
- Hersteller von Toren und Türen
- Nutzfahrzeugbau und Aufbautenhersteller
- Technische Abteilungen von Industriebetrieben
Der Weg in den Beruf
Duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren nach § 2 der Metallbauerausbildungsverordnung, anerkannt nach § 25 der Handwerksordnung für das Gewerbe Metallbauer der Anlage A. Die Ausbildung gliedert sich nach § 3 in gemeinsame Inhalte und eine der Fachrichtungen Konstruktionstechnik, Metallgestaltung oder Nutzfahrzeugbau und endet mit der Gesellenprüfung. Ergänzend werden Schweißerprüfungen nach Verfahren, Werkstoff und Position abgelegt. Aufbauend folgen der Meister im Metallbauer-Handwerk, der staatlich geprüfte Techniker und ein Studium.
Offene Stellen als Metallbauer
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Stahlbauschlosser (m/w/d)
Metallbauer/ Schlosser (m/w/d) 20€/ Std. + Fahrgeld
Schlosser / Schlosserhelfer / Metallbauer / Metallbauerhelfer (m/w/d)
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