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Kfz & Fahrzeugtechnik

Land- und Baumaschinenmechatroniker

Land- und Baumaschinenmechatroniker halten Traktoren, Erntemaschinen und Baugeräte instand; der Beruf ist ein eigener Ausbildungsberuf des zulassungspflichtigen Handwerks und keine Spielart des Kfz-Berufs.

33 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Land- und Baumaschinenmechatroniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.600 € 2.900 € 3.200 € 34.800 €
Mit Berufserfahrung 3.100 € 3.400 € 3.800 € 40.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 3.500 € 4.000 € 4.700 € 48.000 €

Tarifbindung ist in diesem Gewerk die Ausnahme, gezahlt wird nach Erfahrung und nach der Fähigkeit, allein beim Kunden zu bestehen. Der Außendienst liegt über der Werkstatt, und in der Saison heben Überstunden, Bereitschaftspauschalen sowie Zuschläge für Abend-, Sonn- und Feiertagsarbeit den Monatsbetrag erheblich an; über das Jahr gleicht sich das mit der ruhigeren Winterzeit teilweise aus. Herstellerzertifikate für Diagnose und Lenksysteme wirken stärker als ein weiteres Berufsjahr. Angegeben ist das Grundgehalt ohne Zuschläge.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Land- und Baumaschinenmechatroniker?

Er hält die Maschinen in Gang, von denen Ernte und Bauablauf abhängen. Das ist kein Kfz-Mechatroniker mit anderen Kunden, sondern ein eigener Ausbildungsberuf: § 1 der zugehörigen Verordnung erkennt ihn nach § 25 der Handwerksordnung für ein eigenes Gewerbe der Anlage A und zugleich nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes an; das Gewerbe hieß früher Landmaschinenmechaniker und trägt heute den längeren Namen. Der Unterschied zur Fahrzeugwerkstatt zeigt sich sofort an den Bauteilen. Hydraulik trägt hier die halbe Maschine, Rahmen und Anbauteile sind geschweißter Stahlbau, Getriebe sind lastschaltbar, Antriebsstränge reichen bis zur Zapfwelle, und die Elektronik verbindet Traktor und Anbaugerät über Bussysteme, Lenksysteme mit Satellitenortung und Ertragserfassung.

Der Alltag teilt sich in zwei Hälften. In der Werkstatt stehen Inspektion, Instandsetzung von Motoren, Getrieben und Hydraulikkomponenten, Arbeiten an Abgasnachbehandlung und Kraftstoffanlage, Einstellen von Erntemaschinen, Umbauten, Nachrüstungen und Schweißarbeiten an Rahmen und Anbaugeräten. Die andere Hälfte findet draußen statt: Ein Mähdrescher bleibt mitten im Feld stehen, ein Radlader auf der Baustelle, und die Fehlersuche beginnt am Servicewagen mit dem Diagnosegerät, dem Manometer und dem, was an Ersatzteilen mitgeführt wurde. Dazu kommen Vorführung, Übergabe und Einweisung neuer Maschinen sowie die Prüfungen, die für Pflanzenschutzgeräte und für Hebezeuge vorgeschrieben sind.

Über allem steht die Saison. Während Ernte und Bestellung zählt jede Stunde, weil eine stehende Maschine den Ertrag eines ganzen Schlags gefährdet; Bereitschaft, Abendeinsätze und Wochenenddienst sind in dieser Zeit die Regel. Im Winter kehrt sich das um: Dann kommen die Maschinen zur geplanten Überholung in die Halle, und der Betrieb lebt vom Werkstattgeschäft. Wenige Berufe haben einen so klar zweigeteilten Jahreslauf.

Wie wird man Land- und Baumaschinenmechatroniker?

Über eine duale Ausbildung, die nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker dreieinhalb Jahre dauert und mit einer zweiteiligen Prüfung endet, je nach Betrieb als Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer oder als Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Weil das Gewerbe in der Anlage A der Handwerksordnung steht, ist es zulassungspflichtig: Ein eigener Betrieb verlangt nach § 1 Absatz 1 der Handwerksordnung die Eintragung in die Handwerksrolle, also den Meisterbrief oder eine Ausübungsberechtigung nach § 7b der Handwerksordnung. Weiter führen der Meister im Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk, der staatlich geprüfte Techniker und die Herstellerlehrgänge, ohne die neue Maschinengenerationen kaum zu diagnostizieren sind.

Was der Beruf verlangt

Kraft, Selbständigkeit und Nerven in der Saison. Gearbeitet wird an schweren Bauteilen, oft unter der Maschine, im Freien, bei Nässe und Kälte, mit Hydrauliköl, Schmierstoffen und Staub. Wer zum Kunden fährt, entscheidet dort allein, ob er weiterrepariert oder abschleppt, und trägt die Folgen. Sicherheitsbewusstsein ist nicht verhandelbar: Hydraulikspeicher stehen unter Druck, angehobene Anbaugeräte müssen gesichert werden, und die häufigsten schweren Unfälle des Gewerks entstehen an genau diesen Stellen. Ein Führerschein für Zugmaschinen gehört dazu, weil Maschinen bewegt, überführt und vorgeführt werden.

Aussichten

Die Landtechnik wird teurer, größer und elektronischer, und damit steigt der Wert dessen, der sie versteht. Betriebe suchen dauerhaft Fachkräfte, die Bussysteme lesen, Lenk- und Dokumentationssysteme einrichten und eine Abgasnachbehandlung beurteilen können; für diese Fähigkeiten wird spürbar zugelegt. Die Baumaschinenseite hängt am Bauvolumen, die Landtechnikseite an Ernte und Investitionsbereitschaft der Höfe, was zusammen für eine ausgeglichene Auslastung sorgt. Wege nach vorn führen über den Servicetechniker im Außendienst, die Werkstattleitung und den Meisterbetrieb, der häufig zugleich Händler einer Marke ist.

Aufgaben

  • Traktoren, Erntemaschinen und Baugeräte warten und instand setzen
  • Hydraulik, Antriebsstrang und Getriebe prüfen und reparieren
  • Elektronik, Bussysteme und Lenksysteme diagnostizieren
  • Störungen im Feld und auf der Baustelle beheben
  • Anbaugeräte umbauen, nachrüsten und einstellen
  • Rahmen und Anbauteile schweißen und instand setzen
  • Vorgeschriebene Prüfungen an Geräten und Hebezeugen durchführen
  • Maschinen übergeben und Kunden einweisen

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Land- und Baumaschinenmechatroniker
  • Kenntnisse in Hydraulik, Antriebstechnik und Fahrzeugelektronik
  • Schweißkenntnisse für Stahlbau und Instandsetzung
  • Selbständiges Arbeiten im Außendienst
  • Bereitschaft zu Saisonarbeit, Bereitschaft und Wochenenddienst
  • Führerschein für Zugmaschinen und Servicefahrzeug

Wo man arbeitet

  • Landmaschinenfachbetriebe und Markenhändler
  • Baumaschinenhandel und Mietparks
  • Lohnunternehmen und Maschinenringe
  • Kommunale Bauhöfe und Betriebe der Grünpflege
  • Technischer Außendienst der Maschinenhersteller

Der Weg in den Beruf

Die duale Ausbildung dauert nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker dreieinhalb Jahre und endet mit einer zweiteiligen Prüfung. § 1 der Verordnung erkennt den Beruf nach § 25 der Handwerksordnung für das entsprechende Gewerbe der Anlage A sowie nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes an; das Gewerbe trug früher den Namen Landmaschinenmechaniker. Weil es zulassungspflichtig ist, verlangt der eigene Betrieb den Meisterbrief oder eine Ausübungsberechtigung nach § 7b der Handwerksordnung. Aufbauend folgen der Meister, der staatlich geprüfte Techniker und Herstellerlehrgänge.

Offene Stellen als Land- und Baumaschinenmechatroniker

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