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Metall- & Industriemechanik

Zerspanungsmechaniker

Zerspanungsmechaniker stellen Präzisionsteile auf numerisch gesteuerten Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen her und verantworten den Fertigungsprozess dahinter.

320 offene Stellen zu diesem Beruf im aktuellen Bestand.

Was man als Zerspanungsmechaniker verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.800 € 3.200 € 3.600 € 38.400 €
Mit Berufserfahrung 3.400 € 3.900 € 4.400 € 46.800 €
Mit langjähriger Erfahrung 4.000 € 4.600 € 5.300 € 55.200 €

Entscheidend ist, ob der Betrieb an einen Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie gebunden ist; zwischen einem tarifgebundenen Werk und einem kleinen Lohnfertiger liegt mehr als zwischen Berufseinstieg und langjähriger Erfahrung. Innerhalb der Betriebe trennt die Bezahlung außerdem den Bediener vom Einrichter und Programmierer. Schichtzuschläge für Spät-, Nacht- und Wochenendarbeit fallen in der Serienfertigung regelmäßig an und erhöhen den Auszahlbetrag spürbar. Die Werte geben das Grundentgelt ohne Zuschläge wieder.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Zerspanungsmechaniker?

Er nimmt Span ab, und darin liegt die Abgrenzung zu den drei anderen industriellen Metallberufen. Der Industriemechaniker hält Anlagen betriebsfähig, der Konstruktionsmechaniker fügt Bleche und Profile, der Werkzeugmechaniker baut Werkzeuge und Formen. Der Zerspanungsmechaniker dagegen verwandelt Rohmaterial in ein maßhaltiges Teil. Die Verordnung über die industriellen Metallberufe beschreibt seine Fachqualifikationen in § 23 als Planen des Fertigungsprozesses, Programmieren numerisch gesteuerter Werkzeugmaschinen oder Fertigungssysteme, Einrichten dieser Maschinen, Herstellen von Werkstücken sowie Überwachen und Optimieren von Fertigungsabläufen. Die Einsatzgebiete der Verordnung zeigen die Bandbreite: Drehautomatensysteme, Drehmaschinensysteme, Fräsmaschinensysteme und Schleifmaschinensysteme.

Der Alltag beginnt selten an der Maschine, sondern an der Zeichnung. Aus ihr ergeben sich Werkstoff, Toleranzen, Oberflächen und damit die Frage, in welcher Reihenfolge und mit welchen Werkzeugen gespant wird. Danach folgen Programm, Spannmittel, Werkzeugvoreinstellung, Einfahren des ersten Teils, Messen im Messraum und Korrektur der Werte. Läuft die Serie, verschiebt sich die Arbeit auf Überwachung: Standzeit der Schneiden, Maßdrift durch Wärme, Späneführung, Kühlschmierstoff, Dokumentation der Prüfmaße. In der Einzelteil- und Kleinserienfertigung ist das Rüsten der Hauptteil der Arbeit, in der Großserie die Prozesssicherheit. Gemessen wird mit Messschieber, Bügelmessschraube, Messuhr, Lehren und Koordinatenmessmaschine.

Wie wird man Zerspanungsmechaniker?

Über eine duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren nach § 2 der Verordnung über die industriellen Metallberufe. Die ersten einundzwanzig Monate entfallen auf Kernqualifikationen, die alle fünf Metallberufe teilen; danach vertieft sich die Ausbildung in einem Einsatzgebiet. Die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer wird in zwei Teilen abgelegt. Weiter führen der Industriemeister Metall, der staatlich geprüfte Techniker im Maschinenbau, die Fortbildung zum CNC-Fachmann sowie Steuerungslehrgänge der Maschinenhersteller. Ein Studium des Maschinenbaus oder der Fertigungstechnik steht mit Berufserfahrung ebenfalls offen.

Was der Beruf verlangt

Der Beruf ist nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannt und steht nicht in der Anlage A der Handwerksordnung; eine Meisterpflicht für die Selbständigkeit besteht in der Lohnfertigung daher nicht. Fachlich verlangt die Arbeit ein Gefühl für Maß und Material, das sich nicht abkürzen lässt: Wer Hundertstel halten muss, lernt, dass Temperatur, Werkzeugverschleiß und Spannkraft dasselbe Teil unterschiedlich ausfallen lassen. Dazu kommen Schichtarbeit, Lärm, Kühlschmierstoff auf der Haut und eine Verantwortung, die mit dem Materialwert steigt, weil ein Ausschussteil aus einer teuren Legierung eine ganze Schicht aufzehren kann.

Aussichten

Die Nachfrage ist stabil, verschiebt sich aber. Einfache Serienteile wandern in automatisierte Zellen und ins Ausland, während anspruchsvolle Einzelteile, schwer zerspanbare Werkstoffe und Fertigung mit engen Toleranzen im Inland bleiben. Gefragt sind deshalb weniger Maschinenbediener als Fachkräfte, die programmieren, rüsten, messen und den Prozess verbessern können. Erfahrung mit Mehrachsbearbeitung, Dreh-Fräs-Zentren und den gängigen Steuerungen ist auf dem Arbeitsmarkt unmittelbar in bessere Bezahlung übersetzbar. Die Wege nach vorn führen in die Arbeitsvorbereitung, die Programmierung, die Qualitätssicherung und die Schichtführung.

Aufgaben

  • Fertigungsabläufe für Dreh-, Fräs- und Schleifteile planen
  • Numerisch gesteuerte Werkzeugmaschinen programmieren
  • Maschinen rüsten, Werkzeuge voreinstellen und einfahren
  • Werkstücke aus Metall und Kunststoff herstellen
  • Maße mit Lehren und Messmitteln prüfen und korrigieren
  • Serienläufe überwachen und Prozesse optimieren
  • Werkzeugverschleiß beurteilen und Schneiden wechseln
  • Prüfergebnisse dokumentieren

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Zerspanungsmechaniker
  • Sicheres Lesen von Zeichnungen und Form- und Lagetoleranzen
  • Kenntnisse gängiger Maschinensteuerungen
  • Sorgfalt beim Messen und Dokumentieren
  • Bereitschaft zur Schichtarbeit
  • Technisches Verständnis für Werkstoffe und Schneidstoffe

Wo man arbeitet

  • Lohnfertiger und Zulieferbetriebe
  • Maschinen- und Werkzeugbau
  • Luft- und Raumfahrt sowie Medizintechnik
  • Fahrzeug- und Antriebstechnik
  • Betriebe mit eigener Teilefertigung

Der Weg in den Beruf

Duale Ausbildung von dreieinhalb Jahren nach § 2 der Verordnung über die Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen. Nach einundzwanzig Monaten gemeinsamer Kernqualifikationen folgen die Fachqualifikationen nach § 23 und die Vertiefung in einem Einsatzgebiet, etwa Dreh-, Fräs- oder Schleifmaschinensysteme. Die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer besteht aus zwei Teilen. Aufbauend folgen der Industriemeister Metall, der staatlich geprüfte Techniker im Maschinenbau sowie Steuerungs- und Programmierlehrgänge.

Offene Stellen als Zerspanungsmechaniker

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